drei Bohnen hängen noch die Endivie steht gut im Teich Ruhe keine Fontänen der Himmel bedeckt ein kleiner roter Fisch wedelt mit der Schwanzflosse im brackigen Wasser spiegelt sich dennoch die Gemeine Feldsonnenblume der Kastanie war dieser Sommer zu trocken Südwest weht Motorengeräusche herüber ein Sonntagsbass aus dem Autoradio nebenan Luft riecht nach Regen
Moos und Flechten karge Weite fahlgraue grüne Stille Zeit bleibt stehen kaltblasse Sonne ein kurzer Sommer der schneidende Winterwind ruht da sind sie plötzlich aus Licht und Leere geboren tausende pulsierende Tracheen Fühler Flügel Seidenfenster eingefasst in filigranes Gezweig Adern Häute flirrendes Gesumm gefaltet aus den mageren Pflanzen gekrochen verwandeln Asche und Lehm in schwerelosen Gesang durchscheinen die Sommerluft.ein Moment nur in der langen Unberührbarkeit der Steppennacht, stieben sie hoch glitzernde honigfarbene Wolken Tagfalter im Morgengrauen geschlüpft Herzen Fächer Blumen aus Staub Lichtpunkte drängen sich auf kleinen bewachsenen Flecken küssen den Erdgeist liebkosen das Pflanzenreich und strahlen zartes pochendes Leben in kühle stille Räume verschwinden wieder. Wohin.